CDU, die Klimaschutzversagerpartei

Mittwoch abend lief »maischberger« in der ARD, mit dem neu-MdEP Semsrott (PARTEI). Aufgeregt hat mich aber CDU-Ministerpräsident Haseloff.

Haseloff, der im Verlauf der Sendung wiederholt auf das Video von Rezo (@rezomusik) Bezug nimmt und den Titel dabei wörtlich – der Titel hatte mich auch gestört, weshalb ich initial mir das Video auch nicht ansah; mittlerweile lernte ich, »zerstören« soll ein Slang-Wort zu sein, jemanden »argumentativ platt« zu machen; nicht unbedingt nett, aber dem Thema angemessen – gibt sich dann im Verlauf der Sendung beim Thema Umweltschutz wieder mal als alter, weißer Mann.


Mit anderen Worten: 1998 hatte, unter Kohl und seiner Umweltministerin Angela Merkel, die damalige Bundesregierung ein CO2-Reduktionsziel bis 2005 um 25%. 1998 hat – der Ausschnitt aus einer Tagesschau vom 2. April 1998 lief ja jüngst via twitter schon viral – sich Angela Merkel gegen eine CO2-Steuer ausgesprochen. Seit 2005 ist jene Angela Merkel Kanzlerin, Klimaziele reißt die Bundesregierung aber traditionell in Serie, auch die 25% bis 2005 wurden nicht eingehalten.
Haseloff sagt nun: weil man ja jetzt – CO2-Reduktion wird seit 20(!) Jahren nicht ausreichend umgesetzt – wegen Atom- und gleichzeitigem Kohle-Ausstieg in einer besonderen Lage sei, werde man die Ziele für 2020 (nächstes Jahr) reißen, aber »das 30er Ziel schaffen, und da werden wir konsequent drauf achten«.

Lachhaft. 2030 guckt sich Haseloff die Radieschen schon von unten an, sein Gewäsch von 2019 wird ihn dann nicht mehr stören.

Time’s up. Die CDU hatte weiß Gott mehr als genug Zeit, die Weichen auf einen sozialverträglichen Kohleausstieg zu stellen, sie führte das Land unter Kohl 16 Jahre und, unterbrochen von 7 Jahren unter dem Genossen Schröder, nun unter Merkel schon wieder 14 Jahre. 30 für den Umweltschutz verlorene Jahre, und wenn die CDU jetzt eben keinen Kohleausstieg für 2020 auf die Reihe bekommt, muß man doch mal überlegen, ob ein Aufzug mit Mistgabeln am Reichstag nicht mehr als an der Zeit ist (für den Instanzenweg des Artikel 20 bleibt schlicht keine Zeit mehr).

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