#Entertain-Beschiß-Update 20200504

Die Deutsche Telekom möchte nun mit mir nicht mehr kommunizieren. Gut, das ist nachvollziehbar, denn die Argumente sind ausgetauscht, allein: die Telekom beharrt auf ihrem offensichtlich rechtswidrigen Standpunkt, die AGB ihrer Verträge nach Gutsherren-Art ignorieren zu können.

Kurzer historischer Abriß, denn es zieht sich ja schon etwas …

  • Schon am 20.02.2019 schrieb ich der Telekom:
    Werte Damen und Herren, lieber Herr Hoßbach,

    bezugnehmend auf Ihren Hinweis vom 10.12.2018, »Entertain wird ab April abgelöst«, stelle ich folgendes fest: Mein Tarif ist »Magenta Zuhause L Entertain« und ich habe derzeit keine Intention, dies zu ändern.

    Ein Wechsel auf MagentaTV käme für mich dann in Frage, wenn dies für mich kostenneutral stattfände, d. h. Tausch meiner Entertain-Festplattenreceiver (301 & 303) gegen EntertainTV-Festplattenreceiver (401). Allerdings bleibt die Frage, wie ich meine Aufnahmen übernehmen kann, weder USB noch eSATA wurden bislang aktiviert.

    Die Deutsche Telekom hat diesen prophylaktischen Einwand nie kommentiert. Kann ich verstehen, als betroffener Kunde aber nicht tolerieren.

  • Scan

    Entertain­zwangs­um­stell­ungs­ver­such

    Im Juli 2019 meldet sich die Telekom, um, mitten im laufenden Vertrag, eigen­ständig den namens­ge­benden Ver­trags­be­stand­teil durch irgend­etwas anderes zu ersetzen — schon damals »ohne Änderungen am bestehenden Vertrag«. Allerdings ist letzteres schlicht unmöglich, denn die AGB zum Vertrag binden Vertragsgeber wie -nehmer, also die Telekom als auch mich. Ich blogge »nice try« und warte ab — schließlich muß ich auf offensichtlich rechtswidrige Manöver nicht (re-) agieren.
     
  • Telekom schaltet, irgendwann im August/September 2019, tatsächlich mir die Entertain-Server ab, trotz laufendem, ungekündigtem, Entertain-Vertrag.
     
  • Am 17.10.2019 erteile ich per Fax eine »Mängelrüge Entertain«:

    Werte Damen und Herren,

    seit mehreren Wochen meldet mein primärer Entertain-Receiver sinngemäß „TV-Empfang derzeit nicht möglich“, auch starten die beiden weiteren, zeitweise deaktivierten, Receiver nicht mehr. Auf dem primären Receiver ist zwar noch Live-TV möglich (entgegen der On-Screen-Aussage), aber weder Aufnahmen funktionieren noch Time-Shift. Meine zwei zusätzlichen Receiver laufen ein eine Endlosschleife beim Start, augenscheinlich ist bei Ihnen das System dysfunktional.

    Ich setze Ihnen hiermit eine Frist bis zum 24.10.2019, die Probleme zu beheben, anderenfalls sehe ich mich gezwungen, ab dem 01.10.2019 rückwirkend die Gebühren für meinen Tarif „MagentaZuhause L Entertain“ um 50% zu reduzieren, bis Sie die vertragliche Leistung inklusive »Enterain« wieder vollumfänglich erbringen.

    Aus dem Internet habe ich erfahren, daß Sie die Plattform »Entertain« abschalten möchten; ich bin einem Wechsel auf Ihre neue Plattform »Magenta-TV« nicht abgeneigt — sofern Sie mir die Investition in »Entertain« ersetzen, d. h. kostenlose und zeitlich unbegrenzte Überlassung von 3 aufzeichnungsfähigen Endgeräten. Natürlich erwarte ich, bei Vertragswechsel tatsachenkonform als „Magenta-TV-Neukunde“ eingestuft zu werden. Zu klären bleibt allerdings die Höhe der pauschalen Entschädigung für den Verlust der bei Entertain getätigten Aufnahmen, hier bin ich für Vorschläge offen.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Reaktion der Telekom: keine. Ich habe eine Brücke gebaut, aber die Deutsche Telekom möchte sich offensichtlich nicht gütlich einigen. Gut, stur kann ich auch, und anders als die Telekom bin ich im Recht.

  • Mangels Abhilfe seitens der Telekom nun Fristsetzung am 23.10.2019:

    Werte Damen und Herren,

    nach dem wenig hilfreichen Gespräch mit Ihrer Störungshotline, die nicht auf die am 17. dieses Monats gemeldete Störung von »Entertain« einging sondern was von neuen Protokoll und Inkompatibilität der Endgeräte erzählen wollte, noch mal im Klartext: Sie haben vertragswidrig die vertragsbestandliche Leistung »Entertain« eingestellt und ich bestehe auf sofortiger Wiederherstellung eines vertragsbestandlichen Zugangs. Hierzu setze ich Ihnen eine letzte Frist von fünf Werktagen (Samstag ist gesetzlich ein Werktag), d. h. bis zum 29.10.2019, 24:00 Uhr.

    Ich zitiere aus der Leistungsbeschreibung MagentaZuhause, Stand 01.03.2016: »Voraussetzung für die Nutzung ist ein für die Entertainmentleistungen der Telekom geeigneter Media Receiver der Telekom ab der Version 303 bzw. 500 Sat. Andere Receiver werden eventell nicht erkannt oder können keine Verbindung herstellen.«

    Ich stelle fest, daß ich Receiver des Typs 303 besitze und benutze, Sie aber die Backendserver offensichtlich seit Wochen nicht mehr mit meinem Anschluß verbunden haben, so deute ich jedenfalls das Gespräch mit der Störungshotline. Dieses Verhalten ist vertragswidrig und ich erwarte, daß Sie unverzüglich wieder die vertraglich geschuldete Leistung erbringen. Nach Ablauf der obigen, letzten Frist werde ich, wie im letzten Schreiben angekündigt, ab dem 01.10.2019 rückwirkend die Gebühren für meinen Tarif „MagentaZuhause L Entertain“ um 50% reduzieren, bis Sie die vertragliche Leistung inklusive »Enterain« wieder vollumfänglich bis zum Ende des Vertrags erbringen. Sollten Sie mehr abbuchen, werde ich die Abbuchung rückbuchen und nur besagte 50% der Grundgebühr überweisen, da Entertain wesentlicher, namensgebender und mir wichtiger Bestandteil des Vertrags ist.

    Alternativ biete ich Ihnen einen Wechsel nach MagentaZuhause L mit MagentaTV an — sofern Sie mir die Investition in »Entertain« ersetzen inkl. des Verlusts der Aufnahmen und der Aufwände des Systemwechsels, d. h. kostenlose und zeitlich unbegrenzte Überlassung, solange ein entsprechenden Vertragsverhältnis besteht, von drei aufzeichnungsfähigen MagentaTV-Endgeräten.

    Mit Grüßen,

    Auch hierauf keine Reaktion der Deutschen Telekom; der Deutschen Telekom ist ganz offensichtlich an keiner gütlichen oder einvernehmliche Lösung gelegen — und ich bin weder verpflichtet noch gewillt, dem faktischen Telekom-Diktat Folge zu leisten. Ergo: Eskalation incoming.

  • Gegenmaßnahmen ab 4.12.2019:

    Minderung Grundgebühr MagentaZuhause L Entertain

    Werte Damen und Herren,

    nachdem Sie auf meine berechtigte Forderung der Wiederherstellung der vertraglichen Leistung »Entertain« aus dem laufenden Vertrag nicht reagiert haben, habe ich heute die Lastschriften vom 23.10. und 21.11. widerrufen und jeweils eine um 13,74 EUR – 25% des Grundpreises von MagentaZuhause L Entertain – verminderte Summe überwiesen.

    Dies Prozedere wird sich nun monatlich wiederholen, bis Sie die vertragliche Leistung »Entertain« vollumfänglich wieder bereitstellen oder eine Einigung bzgl. einer vorzeitigen Vertragsänderung erzielt wird.

    Mit belustigten Grüßen ob Ihres dummdreist-vertragswidrigen Verhaltens,

    Rationale: IPTV kostet bei der Telekom ca. 10 EUR/Monat mehr, eine 50%-Reduzierung ist somit eher nicht angemessen; 25% kommt den tatsächlchen Kosten näher (Einspeisung und Multicast-Plattform – die normalerweise quersubventioniert werden dürften).

  • Trotz bestehender Verträge: Zum 31.12.2019 wurde die Entertain Plattform eingestellt und am 09.01.2020 die Streams abgeschaltet. Nachdem nun Entertain gar nicht mehr nutzbar ist, muß ich reagieren …
     
  • Vorstandsbeschwerde am 15.01.20:

    Widerruf Einzugsermächtigung; weitere Minderung Grundgebühr MagentaZuhause L Entertain

    Werter Herr Wössner,

    mittlerweile ist der Entertain-Receiver komplett funktionslos. Hiermit widerrufe ich jegliche Einzugsermächtigung. Sollte Ihr Unternehmen nach dem 22.01.2020 dennoch Geld einziehen, werde ich Strafanzeige wegen Betruges stellen. Keine Pointe.

    Da die Telekom Deutschland GmbH meine berechtigte Forderung der Wiederherstellung der vertraglich geschuldeten Leistung »Entertain« aus dem laufenden Vertrag nun seit drei Monaten ignoriert, werde ich alle rechtsmißbräuchlich erneut eingezogenen Summen rückbuchen – für Oktober und November sind die um 25% reduzierten Zahlungen meinerseits ja schon erfolgt –, ab Januar werde ich den Grundpreis von MagentaZuhause L Entertain um nun 30% mindern, da seit Monatsbeginn nicht einmal mehr IPTV-Streams geliefert werden.

    Ich fordere die Deutsche Telekom GmbH nochmals auf, die aus dem laufenden, ungekündigten, Vertrag geschuldete Leistung »Entertain« unverzüglich und vollumfänglich wieder bereit-, und ihr vertragsbrüchiges Verhalten einzustellen. Dieses „haben wir abgeschaltet, was kümmern die Deutsche Telekom eingegangene Verträge oder Recht und Gesetz“-Gehabe ist indiskutabel. Pacta sunt servanda, selbst von der Deutschen Telekom: Challenge accepted.

    In diesem Sinne,

    P.S.: Meine Schreiben vom 20.02., 17.10., 19.10. und 4.12.2019 liegen Ihrem Unternehmen vor.

    Im Mittelalter sprächen wir jetzt wohl über »Satisfaktion«. Anyway, die Brücken sind, auch durch aktive Ignoranz der Telekom, abgebrochen. Ich mache nun keine Angebote mehr, ich muß mich nicht bewegen. Pacta sunt servanda!

  • Antwort der Deutschen Telekom vom 24.01.2019:

    From: Telekom Deutschland GmbH <info@telekom.de>
    Subject: Ihre Beschwerde ID[|#169…#…1a4#|]

    Guten Tag …,

    Sie haben sich mit Ihrem Schreiben vom 15. Januar 2020 an unseren Vorstand gewandt. Ihr Schreiben wurde an uns weitergeleitet, um den Sachverhalt zu prüfen und Ihnen zu antworten.

    Wir bedauern es sehr, dass Sie solche Unannehmlichkeiten hatten.

    Wie von Ihnen gewünscht, haben wir Ihr SEPA-Lastschriftmandat aus unserem System gelöscht und Sie als Barzahler hinterlegt.

    Eine Rückumstellung auf Ihren alten Tarif mit Entertain ist leider nicht möglich.

    Wir haben lediglich den Namen des Produktes geändert. Unser IP-TV läuft nun über eine andere Plattform, allerdings hat sich dadurch nichts am Leistungsumfang geändert.

    Ihnen sind durch die Änderung keine Zusatzkosten entstanden, auch gibt es keine Vertragsänderungen.

    Die einzige Änderung die Sie betrifft, sind leider Ihre alten Aufnahmen, die man nicht auf Ihren Media Receiver mitnehmen kann, was wir sehr bedauern.

    Unser Ziel ist Ihre Zufriedenheit!

    Sollten Sie mit unserem TV Angebot gar nicht zufrieden sein, würden wir Ihnen ein Sonderkündigungsrecht anbieten.

    Sehr geehrte[…], wenn Sie von Ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen möchten, so bitten wir Sie uns innerhalb der nächsten 14-Tage auf unsere E-Mail zu antworten.

    Sie haben sicher eine andere Antwort erwartet.

    Umso wichtiger ist es uns, dass Sie die Gründe nachvollziehen können – denn die Zufriedenheit unserer Kunden bedeutet uns viel.

    Viele Grüße und noch einen schönen Tag

    i. A. N… E… M…

    Kundenservice der Telekom

    Waren Sie zufrieden mit uns? Wir freuen uns über Ihre Rückmeldung.Da Sie gerade an Ihrem Computer sitzen oder vielleicht mit dem Tablet unterwegs sind, noch ein Tipp: In unserem Kundencenter können Sie vieles selbst erledigen.

    Dort können Sie sich auch für unseren Informationsservice anmelden – und bleiben immer auf dem Laufenden über aktuelle Handys, Tarife und persönliche Produktempfehlungen.

    Mittelfinger, schriftlich. Kann ich auch …

  • Ich antworte am 4.3.2020 wie folgt:

    Weiter: Minderung Grundgebühr MagentaZuhause L Entertain

    Werter Herr Wössner und Beauftragte,

    zu Ihrer Mail vom 24.01.2020 nehme ich wie folgt Stellung:

    »Eine Rückumstellung auf Ihren alten Tarif mit Entertain ist leider nicht möglich. Wir haben lediglich den Namen des Produktes geändert. Unser IP-TV läuft nun über eine andere Plattform, allerdings hat sich dadurch nichts am Leistungsumfang geändert.«

    Doesn‘t compute: einerseits sprechen Sie von einem „alten Tarif“, dann vom „Namen des Produktes“ und einer „andere[n] Plattform“. Wenn sich „nichts am Leistungsumfang“ geändert hätte, stünde einer Rückumstellung ja nichts im Wege bzw. diese gar nicht im Raum.

    »Ihnen sind durch die Änderung keine Zusatzkosten entstanden, auch gibt es keine Vertragsänderungen.«

    Falsch: ich müßte die drei eigenen, Entertain-kompatiblen, Endgeräte auf eigene Kosten ersetzen, denn AGB-konforme Geräte funktionieren auf der »anderen Plattform« – wie Sie wissen – nicht mehr; ferner haben Sie mich um mein Videoarchiv gebracht.
    Schon daher ist Ihr Ansinnen, den Entertain-Vertrag weiterzuführen trotz Entertain-inkompatibler Plattform, auch zu mißbilligen; daß für die Schlechterleistung dann noch höhere Monatsbeiträge verlangt werden, spricht Bände.

    »Die einzige Änderung die Sie betrifft, sind leider Ihre alten Aufnahmen, die man nicht auf Ihren Media Receiver mitnehmen kann, was wirsehr bedauern.«

    Ihr vorgebliches Bedauern dürfen Sie sich dorthin stecken, wo die Sonne nicht scheint. Aber ich setze den Wert jeder Aufnahme mal mit niedrigen 1€ an, IIRC war es eine dreistellige Anzahl an Aufnahmen; die konkrete Anzahl müssen Sie liefern, denn schon seit Juli gibt es hier – lokal fotografisch dokumentierte – Probleme mit dem Zugriff auf das Microsoft-IPTV-System der Telekom.

    »Sollten Sie mit unserem TV Angebot gar nicht zufrieden sein, würden wir Ihnen ein Sonderkündigungsrecht anbieten.«

    »Sehr geehrte[…], wenn Sie von Ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen möchten, so bitten wir Sie uns innerhalb der nächsten 14-Tage auf unsere E-Mail zu antworten.«

    Schöner dokumentierter #fail beim Antwortphrasen würfeln. Auch sonst ein netter Versuch, allerdings bin ich nicht auf ein Sonderkündigungsrecht gnadenhalber aus, sondern schlicht um die beiderseitige Erfüllung des Vertrages. Hier liegt das Defizit komplett auf Seiten der Telekom.

    Ich stelle fest: die in den AGB zum konkreten Vertrag konkret benannten Endgeräte funktionieren nicht mehr. Da Sie explizit auf »keine Vertragsänderungen« abheben, schulden Sie mir, unverzüglich und rückwirkend seit der ersten Mängelrüge, die Wiederherstellung der vertragsgemäßen Leistung des Produktes Entertain, was die Nutzung mit den in den bei Vertragsabschluß gültigen AGB genannten Endgeräten einschließt. Ich setzte Ihnen hierfür letztmalig eine Frist bis zum 7. März 2020, 18:00 Uhr.

    Ihr Vorgehen ist, wie Sie wissen, grob rechtswidrig. Insofern werde ich den Vorgang nun, wie angekündigt, auf https://entertainbeschiss.de dokumentieren, und, mit ergebnislosem Ablauf der Frist, die Verbraucherzentralen und weitere Organisationen ins Boot holen.

    Pacta sunt servanda!«

    entertainbeschiss.de an den Start zu bringen, fehlt mir leider tatsächlich die Zeit. Spätenstens, wenn es Urteile gibt, wird sich das ändern, als Mahnmal für die Ewigkeit.

  • Mahnung Telekom 31.03.2020:

    […] Zu einer fairen Partnerschaft gehört auch, dass der eine den anderen zur rechten Zeit erinnert: Daher kommt hier eine kleine Gedächtnisstütze:

    94,10 EUR stehen noch aus. […]

    Da magels vertragskonformer Leistung die Entgelte unwidersprochen gemindert wurden, läuft die Mahnung ins Leere. Analog des Telekom-Gebarens antworte ich nicht mehr auf aus meiner Sicht nicht rechtmäßige Anwürfe.

  • Überraschung, Telekom sperrt Anschluß am 27.04.2020
     
  • Eskalation 27.04.2020:

    Nach weiterer Eskalation: Minderung Grundgebühr MagentaZuhause L Entertain auf 5 EUR

    Werter Damen und Herren,

    nachdem Sie heute ausgehende Telefonie und IP jenseits VoIP gesperrt haben, muß ich entsprechend reagieren und mindere somit bis zur Wiederherstellung der bisherigen Funktionalität die monatliche Grundgebühr für meinen MagentaZuhause L Entertain-Vertrag auf 5 EUR, dies enspricht dem marktüblichen Preis für einen VoIP-Zugang, mehr Leistung wird Ihrerseits ja nicht mehr erbracht. Die geminderte Grundgebühr wird ab dem 28.04.2020 tageweise berechnet und gilt solange, solange der Leistungsumfang nur noch eingehende Sprachtelefonie umfaßt. Die sich aus Ihrer Aktion ergebende Überzahlung für April verrechne ich mit der Mai-Grundgebühr verrechnet, sie wird somit geringer sein.

    Ihre Handlungsweise ist rechtsmißbräuchlich. Sie verstoßen seit Ende 2019 gegen den zwischen Ihnen und mir geschlossenen Vertrag. Auf meine Reklamationen und Aufforderungen, sich wieder vertragstreu zu verhalten, haben Sie nicht reagiert. Meine Minderung der Grundgebühr ist daher rechtmäßig, Ihre Mahnung vom 30.03.2020 hinfällig, da, wie auch von Ihnen bestätigt, die Leistung Entertain nicht mehr erbracht wird.

    Ich fordere die Telekom Deutschland GmbH nochmals auf, die aus dem laufenden Vertrag geschuldete Teilleistung »Entertain« unverzüglich und vollumfänglich wieder bereit-, und ihr vertragsbrüchiges Verhalten einzustellen.

    In diesem Sinne,

  • Bisheriger Höhepunkt I, 01.05.2020:

    Am 01.05.2020, dem Tag der Arbeit, ruft um 16:59 08003305… an. Jemand von der Telekom möchte mich sprechen, hat aber nur mein jüngstes Schreiben vorliegen und sich nicht die Mühe gemacht, sich vorab zu informieren. Auf mein »Sie haben ja Entertain abgeschaltet« wird erst einmal geleugnet, Entertain sei im laufenden Vertrag nicht abgeschaltet worden, kommt dann etwas später mit dem Argument »neue Plattform« und wundert sich dann, daß ich außer Verachtung keine Emotion aufzubringen bereit bin. Das Telefonat endet nach wenigen Minuten mit »ich melde mich schriftlich«.

  • Bisheriger Höhepunkt II, 03.05.2020:
    Am Sonntag, dem 03.05.2020, erfolgt dann auch die Antwort per Mail:

    From: Telekom < …@dms-reply.telekom.de>
    To: [me]
    Subject: Hinweis Verbraucherschlichtung

    Guten Tag […],

    vielen Dank, dass Sie sich nochmals an uns gewandt haben. Sehr gerne hätte ich Ihr Anliegen telefonisch mit Ihnen geklärt. Da dies nicht möglich ist, wende ich mich kurz auf diesem Weg an Sie.

    Sie teilen mir und vor mir meinen Kollegen mit, dass nach Ihrer Meinung die Deutsche Telekom durch die technische Umstellung des Entertain TV vertragsbrüchig geworden wäre und verlangen eine Umstellung auf die bisherige Technik.

    Meine Kollegen haben Sie bereits mehrfach darüber informiert, dass eine Umstellung des Entertain TV auf die bisherige Plattform aus technischen Gründen nicht mehr möglich ist. Sie haben von uns für die neue Version einen neuen Media Receiver 401 erhalten und mit diesem Endgerät können Sie unser Entertain TV nutzen.

    Meine Kollegen haben Ihnen auch erläutert, wie diese Umstellung funktioniert, wo sie Hilfen finden, online und telefonisch.

    Auch ist die Deutsche Telekom zu keinem Zeitpunkt vertragsbrüchig geworden. Ihr Tarif ist unverändert, die Vertragslaufzeiten sind unverändert und Ihr bisheriger Grundpreis gilt weiterhin. Sie haben alle erforderlichen Informationen dazu von uns erhalten.

    Auch sind Sie bereits darüber informiert worden, wie Sie sich im Falle einer Störung an unseren Technischen Service wenden können und darüber hinaus ist Ihnen ein Sonderkündungsrecht eingeräumt worden.

    Bitte sehen Sie von weiteren Rückfragen zur gleichen Thematik ab, denn diese werden zukünftig nur noch lesend zur Kenntnis genommen.

    Sie haben die Möglichkeit einer Verbraucherschlichtung, Informationen dazu finden Sie im Anhang.

    Viele Grüße und noch einen schönen Tag

    i. A. S… P…

    Kundenservice der Telekom

    Waren Sie zufrieden mit uns? Wir freuen uns über Ihre Rückmeldung.Da Sie gerade an Ihrem Computer sitzen oder vielleicht mit dem Tablet unterwegs sind, noch ein Tipp: In unserem Kundencenter können Sie vieles selbst erledigen.

    Dort können Sie sich auch für unseren Informationsservice anmelden – und bleiben immer auf dem Laufenden über aktuelle Handys, Tarife und persönliche Produktempfehlungen.

    Verbrannte Erde. Naja. Wer zuletzt lacht, wird sich zeigen …

Tja. Es läuft also tatsächlich auf eine Gerichtsentscheidung hinaus,

  1. ob die Telekom ohne Zu­stimm­ung des Kun­den die Be­stand­teile eines Dauer­schuld­ver­hält­nisses ent­gegen den AGB währ­end der Vertrags­laufzeit ein­seitig beliebig ändern darf,
  2. ob die Telekom trotz be­stehen­der Män­gel­rüge eine An­schluß­sperr­ung vor­nehmen darf,
  3. ob die Telekom ohne Kün­di­gung des Ver­trags will­kür­lich Daten des Kun­den vor Ver­trags­en­de un­zu­gäng­lich machen – effektiv vernichten – darf,
  4. ob die Telekom ihren En­ter­tain-Be­stands­kun­den das Ma­gen­ta-TV-Pro­dukt trotz Wider­spruch zu einem höheren Preis ei­gen­mächtig auf­zwin­gen darf und ihre Entertain-Bestandskunden somit deutlich schlechter stellen,

oder ob sie dies alles eben nicht durfte und insofern ver­trags­brüchig und scha­dens­er­satz­pflich­tig ist.

Schade eigentlich; alles, was ich erwartete, war eine saubere Vertragsumstellung. Darüber wollte die Deutsche Telekom aber nicht einmal reden. Insofern ist nun das Ziel, eine beispielhaftes Urteil zu Lasten der Deutschen Telekom zu erreichen, daß das Vorgehen rechtswidrig war und ist und die Entertain-Altkunden, die sich, ggf. murrend, fügten und in überteuerten Entertain-Verträgen mit MagentaTV-Leistungen festhängen, Schadensersatzansprüche gegen die Telekom, u. a. für den technisch nicht notwendigen, von der Telekom bewußt in Kauf genommenen, Verlust ihres Videoarchivs, bekommen. Ich hoffe hier auf Unterstützung der Verbraucherzentrale, denn hier hat aus meiner Sicht die Deutsche Telekom gezielt rechtswidrig zu Lasten der Verbraucher gehandelt.

Wie gesagt: Pacta sunt servanda — challenge accepted, Deutsche Telekom.