o2 und das Internet-Gateway

Offensichtlich war das Gateway-Problem von o2 heute Nachmittag gar kein wirklicher Ausfall des Gateways, wie es die Fehlermeldung suggerierte, vielmehr scheint dort eine Maschinerie zu agieren, die nicht immer hilfreich funktioniert bzw. sinnhafte Fehlermeldungen produziert.
Ich hatte versucht, www.active-film.com aufzurufen — diese URL hatte ich unterwegs gelesen und war neugierig. Der Internetzugang von o2 meldete sich wie gepostet als dysfunktional, der Quervergleich mit Vodafone ergab dann eine andere Fehlermeldung; der beispielhafte Aufruf von www.heise.de danach tat den auch via o2, der von besagter URL nach wie vor nicht.
Jetzt, am späten Abend des 30.12.08, bekomme ich vom Laptop aus (über die eigene Infrastruktur, OpenVPN sei Dank) NXDOMAIN für www.active-film.com – und der nachmittags gespeicherte Bookmark auf dem Vodafone-N95 bringt jetzt “Internet: Server nicht bereit” beim Aufruf jener URL. Wann, oh, wann, portiert mal jemand OpenVPN oder meinethalben auch »nur« CIPE auf Nokia Series 60 3rd Release? Diese ganze Vermauschelung bei den Mobilfunkern schmeckt mir gar nicht …

Partiell nicht nett …

Ich finde das mit dem Nokia N95 8GB ja schon fast eine Frechheit. Andererseits, nach exorbitant längerer Laufzeit klingt der Bericht nicht grade — und bei moderater Nutzung kann man es fast wagen, auch mal eine Nacht das Laden beim N95 auszulassen. (Man sollte sich dann am nächsten Tag allerdings besser auf Kurzgespräche einstellen und Stromfresser wie BT, WLAN oder auch die Kamerafunktion abstellen/nicht nutzen.)
Was ich nicht begreife: warum schmeißt Nokia bei den (neuen?) 8GB-Modellen die Speicherslot wieder raus? Das wäre immerhin noch eine Transfermöglichkeit für Daten aus dem Mammutspeicher des Handies; und bei DEM Gerätepreis sollten die 1,95 für den MicroSD-Slot wohl vollkommen egal sein …
Das N81 hingegen klingt nun nach einen ziemlich öden Nur-Spiel-Ziegelstein. Kein HSDPA, nunja; aber als UMTS-Handy kein EDGE zu unterstützen, das ist … dumm. Einfach, schlicht und ergreifend, dumm. 2 MPix, nicht wirklich Stand der Technik. Bluetooth 2.0 einzubauen aber auf HSDPA zu verzichten, das entspricht in etwa der Konsequenz damals beim 7650: BT ja, Headset-Profil aber nein. Naja, es wird seine Käufer finden, das 81er.
Nur: was das N81 mit dem iPhone zu tun haben soll, erschließt sich mir nun ganz und gar nicht (Golem: »Nokia N81 – Das iPhone stand Pate«). Suchte Golem vielleicht einfach ‘nen hippen Aufhänger? Aber generell läßt mich der iPhone-Hype ja doch eher kalt; sollten sie mal a) ein HSDxA-Modell b) frei am Markt anbieten, dann mal sehen. Anbieterverdongeltes und abgeschottetes Telefon? Nein, danke. Erst recht nicht von Apple.

Mobile Office …

Hmmm, das war ja nicht soooo erfolgreich jetzt …
Bietet das N95 doch auch einen Viewer für PDF-Dateien und erkennt der Browser diese auch als solche, darum hätte ich ja eigentlich erwartet, daß eine entsprechende Datei, ans Handydisplay optimal angepaßt, auch sauber dargestellt wird. Das schaffte Acrobat Reader ja selbst auf PocketPC 2002-Geräten vor über drei Jahren …
Aber wie sollte es anders sein, mein erster Versuch endete natürlich gleich … weiß. Blütenweiß präsentierte der Viewer mir das Dokument — außer dem Rahmen von Tabellen wurde nichts gezeichnet, daran änderte auch eine Zoomstufe von 100% nichts.
Gut, es bestärkt mich in der Stellung der Sinnfrage, was Word-, Excel- oder PPT-Viewer oder gar -Bearbeitungstools auf einem Mobiltelefon zu suchen haben. Andererseits, PDFs sollte man auf einem solchen schon lesen können, ist es doch eigentlich das portable Dokumentationsformat im Netz — und grade da patzt das N95 :(
Ich vermute, es hat was mit den gewählten Fonts zu tun, aber selbst dann würde ich einen Hinweis erwarten anstelle eines leeren Bildschirms.
Mobil arbeiten ohne Laptop, das scheint nach wie vor nur sehr begrenzt möglich zu sein.

Drained

Heute habe ich mein, morgens um 9 Uhr vom Netzgerät getrenntes, N95 mich 2x 45 Minuten »beinahe lotsen« lassen — also mit Nokias »Karten« genannter Anwendung eine Route planen lassen und die aktuelle Position lt. N95-GPS auf der Karte anzeigen. (Echte Navigation kostet für ganz Europa € 89,00 für ein Jahr, € 99,00 für drei Jahre. Auch kürzere Abozeiten sind möglich …)
Außerdem habe ich noch vielleicht ‘ne halbe Stunde einen IM-Client ausprobiert, sagen wir also 2h Dauereinsatz für’s N95. (»Karten« hält eine IP-Verbindung offen, was es damit macht, entzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht Nokias Antwort auf Plazes beschicken?)
Ok, wie soll ich’s nun sagen? Am besten – ein Film sagt mehr als tausend Worte – mit einem Filmausschnitt:

Quelle: Doctor Who, 1. Staffel, © BBC

Mit anderen Worten: nach dieser »Tortur« – fast hätte ich’s vergessen, drei Telefonate nuckelten auch noch an der Batterie, wobei … es bestand jeweils eine Datenverbindung schon, deutlich mehr Stromverbrauch dürften die Telefonate nicht gebracht haben –, wieder im Büro angekommen, weinte das N95 auch schon bitterlich nach seinem Bettchen Netzteil.
Das war um 16 Uhr. Oder, mit Captain Jacks Worten: »Damnit! It’s the special features! They really drain the battery!«

N95-Überzieher?

Sagt mal, gibt es denn wirklich keine sinnvolle, d. h. einerseits das Gerät schützende und gleichzeitig die Nutzbarkeit nicht massiv einschränkende, Tasche für’s N95?
Nokias CP-191 ist schick, robust, paßgenau und innovativ — nur leider stört mich zumindest der dicke Lederdeckel massiv in der Nutzung des Telefons ein: ich kann das Telefon in dieser Tasche geöffnet nicht mehr sicher in einer Hand halten — und schon zum telefonieren muß man es öffnen (oder als Bluetooth-von-Borg rumlaufen). Schön ist, daß das sliden nach oben und unten in der Tasche funktioniert, aber rechts die Verschlußlasche und insbesondere links der Deckel stören bei der Nutzung in der Tasche enorm. Den stabilen Deckel bekomme ich auch nicht sinnvoll weggeklappt, um das Handy mit einer Hand noch halten oder gar halten und bedienen zu können.
Um es mit den Worten der Kollegen zu sagen: »Sieht schon sehr elegant aus, wie Du Dir das da an den Kopf hälst. Doch, wirklich …«
Die Tasche von Jim Thomson® für das N95 ist ein klassisches Handytäschchen: reinstecken und nutzen. Auch elegant, vor allem nicht so dick auftragend — Aussparungen für die IR-Diode und den SD-Karten-Slot aber gibt’s keine. Und leider läßt sich das N95 nur zu vielleicht 30% nutzen, wenn man den Slider nicht wenigstens nach oben schieben und somit an die Tastatur gelangen kann. Ein Sliding in der Tasche ist aber leider nicht vorgesehen, den Druckknopf-gesicherten Verschluß oben zu öffnen und das Oberteil hochzuschieben ist bestenfalls die halbe Miete, denn an die unten liegenden Tasten muß man dann durch das Sichtfenster und mehrere Zentimenter Luft drücken …
Klar, konstruktionsbedingt ist ein alltagstauglicher Schutz für das N95 eine Herausforderung; komplett ohne irgendwas in die (Hosen-) Tasche geht aber auch nicht, da durch den leisesten Druck nach oben oder nach unten der Slider sich bewegte und damit die Tastensperre aufgehoben würde. Von der Verkratzung des großen Displays gar nicht zu reden …
Darum: Wer Vorschläge, ab besten natürlich basierend auf eigenen Erfahrungen mit dem N95, hat, hinterlasse doch bitte einen Kommentar oder schreibe mir ‘ne Mail. Ich suche eine Tasche zum Schutz des N95 vor Umwelteinflüssen einerseits, die andererseits die Benutzung des Geräts aber nicht groß einschränken soll.

N95: Klapperkiste

Hmm, wie lange habe ich mein N95 nun? Ich glaube, es ist just eine Woche um … Und schon muß ich sagen, daß – entgegen Christian Klinglers Blog-Eintrag – mein schicker Slider schon merklich klappert.
Der Display-Slider steht links schon deutlich (mm-Bruchteile, aber sichtbar) höher als rechts, bei Bedienung der oberen Tasten merkt man deutlich die Bewegungen, ich schätze mal auf ein Spiel von rund einem halben Millimeter. Es darf bezweifelt werden, ob dieses Handy die 2jährige Gewährleistungsfrist überhaupt erlebt — ans Überleben mag ich noch nicht denken.